TITLE

Epidemiologie der Osteoporose: Bone Evaluation Study

AUTHOR(S)
Hadji, Peyman; Klein, Silvia; Gothe, Holger; Häussler, Bertram; Kless, Thomas; Schmidt, Torsten; Steinle, Thomas; Verheyen, Frank; Linder, Roland
PUB. DATE
January 2013
SOURCE
Deutsches Aerzteblatt International;1/25/2013, Vol. 110 Issue 4, p52
SOURCE TYPE
Academic Journal
DOC. TYPE
Article
ABSTRACT
Hintergrund: Osteoporose ist eine weit verbreitete Skeletterkrankung, deren Häufigkeit mit zunehmendem Alter steigt. Die Datenlage zur Prävalenz ist immer noch unzureichend. Ziel dieser Studie war die Schätzung der Häufigkeit von Osteoporose in Deutschland. Methoden: Retrospektive Analyse mit anonymisierten Abrechnungsdaten einer großen gesetzlichen Krankenkasse (TK) für den Zeitraum 2006 bis 2009. Versicherte mit Osteoporose ab 50 Jahren wurden über Osteoporose-Diagnosen, Arzneimittelverordnungen und Diagnosen osteoporosebedingter Frakturen identifiziert. Es wurden Prävalenz, Inzidenz und Häufigkeiten von Frakturen für TK-Versicherte berechnet sowie eine Hochrechnung auf die Gesamtbevölkerung vorgenommen. Ergebnisse: Die Prävalenz der Osteoporose, ermittelt durch Osteoporose- Diagnosen, osteoporosebedingte Frakturen und Arzneimittelverordnungen, bei über 50-Jährigen betrug 14 % (240 657 von 1,7 Mio. Versicherten) im Jahr 2009 insgesamt und 24 % bei Frauen beziehungsweise 6 % bei Männern. Hochgerechnet ergeben sich 6,3 Mio. Osteoporose-Betroffene in Deutschland. Die Inzidenz der Osteoporose, ermittelt durch Osteoporose-Diagnosen und Arzneimittelverordnungen, in der gleichen Altersgruppe betrug 2,1 % pro Jahr. 104 528 Versicherte wiesen ein Osteoporose-Indexereignis (erste Arzneimittelverordnung oder Osteoporose-Diagnose) auf. Auf dieser Grundlage wird die Zahl der Neuerkrankungen auf 885 000 jährlich geschätzt. 52 % der Betroffenen (n = 172 473) hatten innerhalb des Beobachtungszeitraums Frakturen, viele davon Mehrfachfrakturen. Schlussfolgerung: Osteoporose ist nach wie vor eine verbreitete Erkrankung in Deutschland. Die große Zahl an Versicherten mit Frakturen und Mehrfachfrakturen lässt einen Optimierungsbedarf bei der Behandlung vermuten.
ACCESSION #
87586697

 

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