TITLE

Ist manisches Verhalten ein autoregulatorischer Versuch zur Vigilanzstabilisierung?

AUTHOR(S)
U. Hegerl; S. Olbrich; P. Schönknecht; C. Sander
PUB. DATE
November 2008
SOURCE
Der Nervenarzt;Nov2008, Vol. 79 Issue 11, p1283
SOURCE TYPE
Academic Journal
DOC. TYPE
Article
ABSTRACT
Zusammenfassung  Manische Patienten weisen in reizarmen Situationen häufig massive, mit der Elektroenzephalographie nachweisbare Vigilanzabfällen bis hin zu „micro sleeps“ innerhalb der ersten Minute auf (Labilität der Vigilanzregulation). Postuliert wird, dass die manische Symptomatik durch Schaffung einer reizintensiven Umwelt der Vigilanzstabilisierung dient. Es werden theoretische Argumente und empirische Belege präsentiert, nach denen nicht nur die Symptomatik bei Manie, sondern auch bei Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) als ein derartiges Vigilanzautostabilisierungssyndrom zu interpretieren ist. Der therapeutische Effekt von Psychostimulanzien, der bei ADHS gut belegt und wiederholt kasuistisch als „paradoxer“ Effekt auch bei manischen Patienten beschrieben ist, erklärt sich über deren vigilanzstabilisierende Wirkung. Das vorgestellte Konzept eröffnet neue Ansätze für die Manietherapie.
ACCESSION #
35259973

 

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